Juni 12th, 2011

Bald wachsen uns noch Hasenscharten…

Es war mir bereits noch zu meinen Zeiten in Kopenhagen aufgefallen und ich hielt es zunächst für einen recht dänischen Trend – das lag wohl daran, dass man unserer internationalen Uni die Dänen von den Internationals anhand der Karotten-Esserei im Unterricht unterscheiden konnte. Keiner von uns Zugezogen hätte a.) es sich getraut in einer Vorlesung so viel Lärm zu bereiten, und b.) besonderen Appetit darauf gehabt, dem Schokoriegel eine Mohrrübe vorzuziehen. Was mir allerdings auffiel (um zurück zum Ausgangsthema zu gelangen…), waren einige Restaurants, die sich auf „Raw Food“ kulinarisch spezialisiert hatten (z. B. http://www.42raw.com/). Dies bedeutet alle Gerichte beinhalten ungekochte und unverarbeitete, aber immerhin gewürzte oder marinierte Lebensmittel – quasi vegane Küche, aber ohne dabei zu Erhitzen. Die Philosophie lautet “celebrating food and drink in their natural state” und es landen somit hauptsächlich raffiniert ausgefallene Salate, Smoothies und süße Snacks auf dem Teller oder in der Take-away-Box, die natürlich aus biologisch-abbaubaren Materialien hergestellt wurde. Es trifft sich hier Veganer, Vegetarier, Rohkost-Fetischist oder Umweltakivist.

Die gute Nachricht kommt jetzt für alle, die lieber ihre noch vorhandenen Zähne etwas beim Essen einsetzen: Rohkostrestaurants sind nicht länger ein Privileg der Skandinavier. J

Mittlerweile hat die Rohkosttrendwelle auch Deutschland erfasst – natürlich als erstes Hipster Heaven Berlin. Im La Mano Verde (zu deutsch „die grüne Hand“) in Berlins Westen bietet Rohköstlichkeiten in mediterraner Atmosphäre an (siehe Bild unten).
http://germanygoesraw.files.wordpress.com/“ ist die Seite, die zum nächsten Rohkosterlebnis in deiner Region führt und beste Tipps zum Gelingen der eigenen Rohkostküche gibt. Ansonsten tut es auch ein gemeinsames Abendessen mit dem Stallhase bei Mama und Papa hinterm Hause… ;)